Farbige Ostern

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Momentan treffen wir ein seltenes Farbenspiel in unserer Stadt an: Nicht in jedem Jahr kann man sich während der Osterfeiertage über die fröhlichen Farben der Obstblüte erfreuen.

Apfelblüte

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geBALLt gegen Armut

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Fussball kann Türen öffnen.

Fußball kann Türen öffnen.

Fußball ist nicht nur eine schöne Nebensache für viele Menschen*, sondern auch ein globales Geschäft für wenige Menschen. Das Hochamt des globalen Kickens findet in diesem Sommer bekanntermaßen in Brasilien statt, also in einem sogenannten Schwellenland mit nach wie vor großer Armut trotz einiger staatlicher Anstrengung.

Wenn auch die materielle Absicherung in Deutschland nicht mit der in Brasilien vergleichbar ist, so ist auch hier – vor allem in Berlin – der Mangel an gesellschaftlicher Teilhabe für viele Menschen eine alltägliche Erfahrung. Besonders Kinder und Jugendliche spüren dies schmerzhaft, weil der Blick auf besser gestellte Gleichaltrigen die Einschränkungen deutlich macht.

Dort setzt die Idee von geBallt gegen Armut an, einem Projekt der sozialen Institutionen Gebewo, des Vereins Internationaler Bund und Gangway Berlin. Kern des Projektes ist ein Fussball-Camp und am 7. Juni 2014 ein Charity-Spiel mit ehemaligen Bundesligagrößen.

“Mit den Einnahmen von geBALLt gegen ARMUT fördern wir ein Projekt unseres Kooperationspartners nepia e.V. für Kinder aus sozial benachteiligten Familien. (mehr dazu)”

Wer das unterstützen möchte, kann Tickets für das Spiel kaufen und ehemalige Profis wie Pierre Littbarski, Ciriaco Sforza, Steffen Baumgart, Jens Nowotny, Andreas “Zecke” Neuendorf, Carsten Ramelow, Stefan “Paule” Beinlich und noch andere auf dem Rasen sehen.

* Der Autor zählt sich dazu.

Der digitale Berliner Unwillen

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Warum haben wir hier eigentlich keine Massenbewegung gegen Geheimdienste nach den Enthüllungen von Edward Snowden? Ist es den Internetnutzern egal, was mit ihren Daten passiert? Haben die Aktiveren unter uns nach anfänglicher Netzeuphorie einfach resigniert? Im tazlab 2014 im Berliner Haus der Kulturen der Welt platzierte der Journalist Martin Kaul eine Diskussionsreihe „Digitaler Widerstand“. Lage und Möglichkeiten ausloten, um wieder in die Offensive zu kommen. Rückzug ist keine Option.

Und? Was kann man konkret tun, um sich gegen die Datensammelwut der Staaten zur Wehr zu setzen? Hilft es weiter,  sich über den Anonymisierungsdienst „Tor“ durchs Internet zu bewegen? Sollte ab sofort jeder nur noch mit PGP-Verschlüsselung per Mail kommunizieren? Alles nicht einfach zu beantworten, beschied man auf dem Podium und im Publikum.

Nun denn.

tazlab 2014

Christian Ströbele, Jacob Applebaum, Martin Kaul, Konstanze Kurz, Carmen Weisskopf und Domagoj Smoljo

7 Gedanken zum Weiterspinnen

1. Berlin ist ein Ort geworden, an dem sich Netzaktivisten aus aller Welt  versammeln und eine politische Netzkultur entstanden ist, meint Christian Ströbele. „Whistleblower“ und investigative Journalisten z.B. in den USA , Großbritannien, aber auch in der Türkei und Syrien fühlen sich in ihren Ländern nicht mehr sicher und emigrieren hierher. Das lässt ihn zumindest hoffen, dass sich in Deutschland eine effektive Bürgerrechtsbewegung entwickeln kann. Notwendig sind dazu wohl neue Formen des digitalen Ungehorsams.

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Friede den Hütten

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Der Moritzplatz mit dem Hüttendorf der "Refugees" vor der Räumung - Foto: h|b

Der Oranienplatz mit dem Hüttendorf der “Refugees” vor der Räumung – Foto: h|b

Den Netzaufreger der Woche lieferten zwei Jungunionisten, als sie nach der erfolgten freiwilligen Räumung des Oranienplatzes ein Plakat in die Kamera hielten mit dem Satz „Danke Frank“. Im Hintergrund sieht man noch die Trümmer der Hütten liegen. Im Netz kursieren inzwischen reichlich Varianten dieser Plakate. Diese Aktion nahm die Antifa gern zum Anlass, zu einem Besuch der „Hütte“ von Frank (Henkel) aufzurufen. Dem folgten am Freitag Abend in Weissensee rund 300 Personen. Die Polizei hatte allerdings das Ziel weiträumig abgesperrt.

Nach rund anderthalb Jahren fand damit die Besetzung eines öffentlichen Raumes ein Ende. Viele Diskussionen waren im Vorfeld gelaufen, Bezirk und Senat schoben sich gegenseitig die Schuld zu, unternehmen wollte keiner was, schon gar nicht so kurz vor dem 1. Mai. Dann ging es aber doch schnell. Unter der Vermittlung von Senatorin Dilek Kolat hatten sich die meisten Besetzer bereiterklärt, den Platz zu verlassen und in feste Unterkünfte zu ziehen. Jetzt hoffen die Asylbewerber auf einen positiven Ausgang ihrer Verfahren, zumindest wurden ihnen mit der Zusage einer Einzelfallprüfung, das Verlassen des Platzes schmackhaft gemacht. Das die deutsche „Einwanderungspolitik“ grundsätzlich einer Klärung bedarf, ist jetzt damit erst mal wieder aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden. Vielleicht. Eine Demonstrantin hat sich einen Platz auf hoch oben einer Platane des Platzes ausgesucht und ist in einen Hungerstreik getreten.

Lebensmittel-Tracking

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Die grippale Infekt-Welle in diesem Frühjahr war für mich Anlass genug, mich wieder mit Honig zu befassen. Heiße Milch mit Honig hilft bei Dauerhusten, sagt man. So als reines Naturprodukt ist er überhaupt für einiges gut, aber erst einmal musste ich mich auf die Suche nach geeigneten Produkten machen. Gepanschter Honig, gentechnisch verseuchter Honig, mit Neonikotinamiden kämpfende Bienenvölker, was hört man nicht an Horrornachrichten, was muss alles beim Kauf berücksichtigt werden!

hauptstadtlindeIm Supermarkt, 2 1/2 Ecken weiter, fand sich ein auffälliges Produkt: Berliner Honig – Honig wie früher wird versprochen. Das Glas enthält Honig der Sorte “Hauptstadtlinde” und alle Infos, die sich Kunden wünschen: Erntejahrgang, die Information, dass Berliner Bienenvölker 150 t Honig im Jahr produzieren, sie werden von mindestens 600 Imkern betreut. Auf dem Glasetikett sind sogar die Namen vermerkt, “meine” Imker heißen Melanie aus Steglitz
und Sebastian aus dem Grunewald.

Über Wildtiere als Stadtbewohner hört man viel in diesen Tagen. Aber Bienen? Auf dem Land haben sie es immer schwerer – landwirtschaftlich eingesetzte Insektengifte wie Neonikotinoide stehen in Verdacht, ein Drittel der Bienenkolonien weltweit zerstört zu haben. Berlin scheint ihnen dagegen zu gefallen, hier gibt es Parks, Straßengrün und Kleingärten, selbst Balkonpflanzen gehören auf ihren Speiseplan.

Vorausgesetzt, es wird nicht nicht flächendeckend gegen Eichenprozessionsspinner gesprüht!

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Lange Nacht der Industrie

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Bereits zum 3. Mal findet am 14. Mai die Lange Nacht der Industrie statt. Berliner Industriebetriebe, egal ob mittelständisches Unternehmen oder Weltkonzern, eröffnen Interessierten einen Blick hinter die Kulissen.

Lange Nacht der Industrie

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Bikini is back

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Nachdem schon Ende des letzten Jahres der Zoopalast wiedereröffnete, galt dies für das angrenzende Bikini-Haus gegenüber der Gedächtniskirche nun an diesem Wochenende. Bereits am Freitag öffneten die ersten Läden, am Sonntag war dann mit einem verkaufsoffenen Sonntag der Höhepunkt angesagt. Stellt sich die Frage, ob Berlin eine weitere Shopping-Mall braucht?

Bikini Berlin

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Schluss mit lustig

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Traurig das ist junger Padawan - Foto: h|b

Traurig das ist junger Padawan – Foto: h|b

Allgegenwärtig sind sie vor dem Brandenburger Tor. Die Figuren die sich als Fotopartner vor der historischen Kulisse anbieten, sich quasi als ironischen Bruch begreifen. Vielleicht aber auch nur einfach, um ein wenig Geld zu verdienen. Die Yodas, Darth Vaders, Cowboys, Indianer und nicht zuletzt die Soldaten in ihren Fantasieuniformen, die zum Foto auch noch den passenden Ausreisestempel anbieten. Ach ja, jetzt hätte ich fast den Kuschelbär vergessen, der sich als Berliner Maskottchen verkleidet. Sie alle bevölkern den Pariser Platz und heischen um Aufmerksamkeit. Seit heute ist damit Schluss. Schluss mit lustig.

Der Tagesspiegel berichtete in seiner gestrigen Ausgabe, das alle diese Figuren “…jetzt Platzverbot vor dem Brandenburger Tor haben. Das Bezirksamt Mitte hat beschlossen, die Darsteller von Comicfiguren, alliierten Soldaten oder „lebenden Statuen“ vom Pariser Platz zu verbannen. Ihre Tätigkeit gehe über die „gemeingebräuchliche Nutzung“ des Platzes hinaus und konterkariere dessen „historische und städtebauliche Bedeutung“, erklärte CDU-Baustadtrat Carsten Spallek.” Tja, das war’s dann. Bleibt nur noch Checkpoint Charlie zum posieren mit alliierten Soldaten. Der Bezirk Kreuzberg will das auch weiterhin dulden.

Stolpersteine in Berlin

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Sie sind überall in Berlin, und es ist so gut wie unmöglich, nicht irgendwann über sie zu stolpern. Denn dazu sind sie schließlich da, diese kleinen Denkmäler auf Gehweglevel: die Stolpersteine.

Zwei "Stolpersteine" in der Gubener Strasse in Friedrichshain

Zwei “Stolpersteine” in der Gubener Strasse in Friedrichshain – Foto: h|b

Meist stößt man zufällig auf sie, tritt fast hin, tritt dann daneben und schaut. Liest die knappe Botschaft. Was von einem Menschen bleibt. Wie wenig mitunter.

Wer gezielt danach suchen möchte, kann in einem Wiki nachsehen, wo die Berliner Stolpersteine verzeichnet sind. Auf der Hamburger Stolpersteinseite habe ich übrigens eine Putzanleitung gefunden. Keine schlechte Idee, wo doch gerade der Frühling beginnt.

Der Medizinmann im Bikini

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Die vergangenen Weihnachtsfeiertage trafen mit der Premiere des Kinofilms “Der Medicus” zusammen. Dieser seit einiger Zeit angekündigte Film wurde in dem erst vor wenigen Wochen nach umfangreichen Umbaumaßnahmen wiedereröffneten Zoo-Palast” erstaufgeführt.

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Grünes Biotop

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Drei Tage wach - Foto: h|b

Schoenbrunn

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Sonntag Mittag in Berlin - Foto: h|b

Sonntag Mittag in Berlin – Foto: h|b

Die Parteien sind los #4

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Die magischen Hände von "Mutti" - Foto: h|b

Die magischen Hände von “Mutti” – Foto: h|b

So blass der Wahlkampf eh schon ist, die heute vorgestellte Partei setzt noch eins drauf. Bereits die Wahlplakate der Kandidaten hier in Berlin sind farblich entsättigt und enthalten bis auf die Namen des oder der Kandidaten keine weiteren Botschaften. Auch die Themenplakate beschwören eine eher subtile Botschaft, zusammengefasst: “Gemeinsam erfolgreich an morgen denken”. Okay, können wir machen. Denken ist nie verkehrt.

Seit ein paar Wochen hängt allerdings ein ultimatives und riesiges Wahlplakat am Berliner Hauptbahnhof. Darauf zu sehen sind zwei Hände die eine Raute bilden, die “Merkel-Raute”. Welche Aussage da nun dahintersteckt, mag jeder für sich selbst entscheiden. “Das Netz” hat die Vorlage jedenfalls begeistert angenommen und daraus eine ganze Bilderserie auf tumblr erstellt. Kreative aller Art haben über die Raute jede Menge Köpfe installiert, mal lustig, mal weniger lustig, aber immer kreativ. Ein Besuch lohnt sich. Morgen Abend wissen wir vielleicht auch schon ein wenig mehr wohin der politische Hase läuft.